Mehr als ein Parka

parka00Stile etablieren sich. Meistens jedoch nur für einen selbst. Ein Bild wird zur Gewohnheit, ein Gefühl von Komfort, Schutz und Lässigkeit wird zum abgleichenden Moment. Eine Fallhöhe für Wohlbefinden etabliert sich und wird Teil von Selbstverständnis. Das ist bei Partnerschaften so. Und bei Parkas.

Wenn ich ihn nicht mal gesehen hätte, auf der Straße, angezogen, würde ich glauben, dieser sagenumwobene Raf-Simons-Parka (schwarz, einfarbig, ohne fancy Badges) ist nicht existent, ist ein urbaner Fashionmythos aus London oder Tokyo, der es Trendsettern und Eingeweihten erlaubt, sich über einen Klamottencode zu sozialisieren (oder eben auch nicht) und das Wissen um Erkennbarkeit mit sich zu tragen, aber eben nur Wissen, nicht real-existent. Aber der Parka an sich ist bereits ein Mythos. Und mehr als das: Parka ist Haltung. So wie die Entscheidung auf T-Shirts mit Print zu verzichten und sich auf V-Ausschnitte zu beschränken, sich vegan zu ernähren, polyamor zu lieben oder  meinetwegen auch einen beschissenen Halbmarathon zu laufen. Aber davon abgesehen, dass der wahre Parkaträger und die wahre Parkaträgerin keine halben Sachen machen, ist dieses Kleidungsstück eines der essentiellsten und ist Adelbert von Chamissos, der „Parka“ als Wort im deutschen Sprachraum etablierte und als Naturforscher und Dichter zu Ruhm gelangte, vielleicht wichtigster Kulturbeitrag.

Die wundervollen Parkas von AIGLE findet Ihr hier.

Ausstattung: Jeans/SNAKE & DAGGER, Shirt/ACNE, Sonnenbrille/GLORIFY
Fotos: Monika Wehlers
Text & Parkas: Johannes Finke

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