VEYRON ARCHE presents: HUCCI & JORDAN COMOLLI

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Hucci – keiner, dem ich diesen Namen nannte, der ihn kannte. Nicht weiter verwunderlich, ging mir ja auch so… und das da draußen viele gute Musiker rumschwirren, die es nie wirklich in den Mainstream schaffen oder es auch gar nicht schaffen wollen, ist auch kein Geheimnis. Letzteres könnte bei Hucci zutreffen. Anders fällt es mir schwer zu verstehen, wieso er nicht einmal jetzt, wo eine ungeheure Trap-Welle das Land durchfegt und gefühlt überall soundstilistisch durchklingt, in jedermanns Munde ist. Denn wenn man des Engländers musikalische Ergüsse das erste mal vernimmt, ist man eigentlich auch schon Fan. Wohlgemerkt auch schon, bevor Trap jedem ein Begriff war und man den Sound gewöhnt wurde. Anfangs dachte ohnehin jeder, Trap sei für HipHop das, was Dubstep für Electro war: lange tiefe Bässe, kurze Lebensdauer…nur halt mit mehr hihat, weil angelehnt an den Sound der Beats aus dem amerikanischen Süden. Akut siehts dann doch nicht mehr nach Eintagsfliege aus.  Es bleibt spannend!

Wie viele Menschen habe ich schon mit Hucci infiziert (an dieser Stelle: gern geschehen!). wie schnell wurde auch ich infiziert. „Moon“ war der erste Track. Inkubationszeit: 1 Sekunde. Als ich ihn im Graz-Urlaub einem Freund zeigte, wurde er direkt zur Hymne der restlichen Woche auserkoren. Ja, auch Graz ist infiziert. Interessanterweise klingt Moon nochmal anders, als die meisten anderen Hucci-Tracks. Da kann man ja dann schon manchmal recht negativ überrascht sein, wenn man das merkt. Ich frage mich, wie viele Teeniemädchen mit Tränen in den Augen ihre „Crazytown“-CD entsorgten, als sie merkten: das ganze Album klingt so gar nicht wie „Butterfly“. Nicht so aber in diesem Fall! Eines seiner Alben hat immer einen Platz in meiner Trackliste!

Lange Rede, gar kein Sinn: Hucci kehrt im Gretchen ein (wo auch sonst!) und hat gleich seine Label-Entourage von Veyron Arche in Form von Jordan Comolli im Gepäck. Der hat eine ähnliche Bandbreite zu bieten. Von sphärischen, eher chilligen Beats zu miesen Clubbrechern!
Gemeint sind Produktionen wie „Fuck Yeah“, „Darkness” (feat. Jaeger),„Fallen” , „Let Go”, „Enigma” und „Dusk”. Alles anhören. Am besten Live. Am besten im Gretchen. Am besten am 6.5.

Der gebürtige Kölner Grzly Adams, der inzwischen diversen Menschen ein Begriff sein müsste, taucht er doch immer wieder im berliner Partydjungel auf, ist ebenfalls mit von der Partie. Als Teil des
Beatevolution Kollektivs spielte er schon den Support für Rakim, Nas, Nicki Minaj, Dilated Peoples, Mayer Hawthorne und viele andere Rap-Größen. Doch der Mann agiert nicht nur in Berlin bzw Deutschland: Als DJ für das Goethe Institut begleitete er zudem kulturübergreifende Projekte in Afrika und Indien.

Wer nun Hucci oder sein Label oder überhaupt Trap nicht kennt, der lebt hinterm Mond…dennoch kennt er evtl ein paar von Huccis Inspirationsquellen in Form von Clams Casino, AraabMuzik, Lex Luger, Baauer, Flosstradamus, Hit-Boy oder Kaytranada. Oder auch Kollabopartner, wie Stökki Sound, die erst vor kurzem ebenfalls das Gretchen beehrten. Das könnte als Entscheidungshilfe dienen. Oder man führt sich eines seiner Alben zu Gemüte: Im Herbst 2012 kam seine Debut-EP „Novacane”, ein Jahr später veröffentlichte er mit „Rose Gold” eine weitere EP und bevor er das Ganze im Frühjahr 2015 in seinem 22-Track starken Album „404“ gipfeln ließ. Damit hat er sich nicht nur endgültig als UK-Trap-Lord positioniert, er schenkte mir auch „Moon“!

6.5., Veyron Arche pres.: Hucci & Jordan Comolli, Gretchen, 23.30Uhr

Alle Infos findet ihr hier und bei Facebook

(YB)

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