Trettmann „DIY“-Tour 2018…it´s all sold out!

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Der Mann hat sich mit über 40 Jahren auf dem Buckel erfolgreich neu erfunden! Bereits seine letzte Tour war nahezu überall in Rekordzeit ausverkauft. Auch das Lido war damals restlos gefüllt. Dieses Jahr wurde die Show, nebst Zusatzkonzert, in weiser voraussicht bereits in Astra hochverlegt. Immer noch zu klein für Tretti, wie er liebevoll genannt wird: beide Shows ausverkauft! Menschen suchen händeringend nach Tickets… Next Step: Benz Arena?!

Trettmann, auf den ich vor gefühlten 1000Jahren das erste mal stieß und ob seines sächsischen Dancehall-Dialekts zunächst belächelte, ist die größte musikalische Überraschung, oder besser zu sagen: Wiedergeburt, seit…naja…seit überhaupt!

Mit seinen drei „KitschKrieg“-EPs (produziert vom gleichnamigen Produzentenkollektiv aus Berlin) legte er eine atemberaubende Wandlung vom Dancehall-Boss (damals noch Ronny Trettmann) zum Post-Alles-Crooner hin. Sein melodischer Flow, seine Wortwahl, seine Fähigkeit, den Sound von hier und heute mit der Energie der Soundsystem-Kultur und einem universellen Popappeal zu verbinden – all das ist neu und einzigartig in der deutschen Musiklandschaft. Zuletzt arbeitete Trettmann mit so unterschiedlichen Künstlern wie Bonez MC & Raf Camora, Megaloh, Samy Deluxe, Ufo361 und Haiyti.

Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, da sich der Sänger aus Leipzig, nachdem nach Jahren härtester Arbeit der große Erfolg ausblieb, bereits selbst aufgegeben hatte. Stattdessen erwachte er wie Phoenix aus der Asche: als Trap-Troubadour mit dem Blues im Herzen.

Das erste Album seit seiner Reinkarnation. “DIY” verdichtet auf zehn Songs, was Trettmann zu dem Menschen und Musiker gemacht hat, der er heute ist…und schlug ein, wie eine Bombe!

“#DIY” beginnt mit einem Ende. “Nichts ging mehr, denn ich war schon tot,” singt Trettmann im Intro . Das klingt dramatisch und beschreibt doch akkurat, an welchem Punkt er im Sommer 2015 war, aufgerieben von Jahren zwischen Leidenschaft und Lebensrealität, müde davon, einen Traum zu jagen, der immer weiter verblasst. Was dann passierte, gehört zu den erstaunlichsten Geschichten der jüngeren deutschen Pophistorie. Trettmann fuhr nach Berlin und machte mit ein paar alten Bekannten ein Lied: halb zum Spaß, halb therapeutisch, vielleicht auch einfach, weil er muss. Danach war plötzlich alles anders: Gzuz, Marteria, Jan Delay, Sido, sie alle zogen öffentlich den Hut vor dem Mann, der klingt wie nichts und niemand sonst.

“Nur noch mit der Fam, machen alles selber” heißt es auf “#DIY”: die Beats, die Bilder, das Business. Damit ist im Grunde alles gesagt. Der Erfolg der letzten Touren, Klickzahlen etc sprechen da auch für sich! Wer also eines seiner Konzerte sehen will, sollte bei der nächsten Tour keine Sekunde zögern, sich ein Ticket zu sichern!

Nebenbei scheint er auch noch einer, dem man einfach mögen muss: auf Konzerten und Interviews wirkt er Grundsympathisch, höflich, ohne Allüren.

Tretti…ein Phänomen…wir gönnes es dir, für die nächsten 120 Jahre!

(YB)

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