Schoolboy Q

13620005_10154176835867534_3429574892919345140_n

Ein paar Jahre sind nunmehr ins Land gegangen, seitdem die Nu-School –Fraktion rund um TDE (Top Dawg Entertainment) und den Asap Mob die HipHop-Gemeinde mit ihrem bis dato doch noch recht neuen Sound auf den Kopf stellte. Auch ihre Attitüde, eine Paarung aus dem altbekannten Posertum, versehen jedoch mit Geist und einer hippiesken Einstellung, war damals noch nicht allzu oft in Erscheinung getreten. Schon damals stellte sich das Gefühl ein, es handle sich um eine neue Generation Rapper, die da grad keimt. Man hatte das Gefühl, das ist erst der Anfang. Einer von ihnen ist Schoolboy Q.

Nun, Jahre später, sind Schoolboy Q, Asap Rocky, Kendrick Lamar & Co etablierte Künstler und das erwähnte Gefühl bestätigte sich. Materialisiert hat sich das in Form massiver Anerkennung der Öffentlichkeit, sowie diversen Awards, Werbeverträge etc. Das freut vor allem mich. Auf die flächendeckende, authentische Verbreitung einer solchen Attitüde wartet man hierzulande größtenteils (noch) vergeblich.

Aus dem Rap-Dreieck Asap Rocky, Kendrick Lamar und Schoolboy Q ist letzterer mein Favorit. Wohlgemerkt: Favorit! Ich feier Kendrick, aber der ist mir manchmal einfach zu weich. Ich feier Rocky, aber der ist mir manchmal einfach zu pretty und stylish. Schoolboy Q hingegen wirkt wie ne coole Sau mit sogenannter Streetcred, ein bissl was im Kopf und amtlichen rapskillz. So kriegt man mich rum!

Unter den Rap-Newcomern findet aus meiner Sicht grad eine Art Teilung statt. Den Konsum psychedelischer Substanzen propagieren alle. Gefühlt schlägt sich dieser Konsum aber nur im Machwerk weniger wieder. Während Flatbush Zombies und Underachievers einfach „nur“ guten Sound produzieren, waren die jeweils letzten Alben von Rocky, Kendrick und Q Gesamtkunstwerke mit einer Tiefe, die sich nicht direkt beim ersten reinhören erschließt. Was sich im Falle Schoolboy Q´s bereits bei „Oxymoron“ abzeichnete, entfaltet sich nun endgültig auf der „Blank Face LP“. Natürlich könnte dahinter auch einfach nur ein persönlicher, wie musikalischer Reifeprozess liegen. Zu behaupten, dass der Konsum diesen aber nicht maßgeblich beeinflusst haben dürfte, wäre wohl eine infame Lüge. Black Hippies halt!

Ist ja aber eigentlich auch völlig egal. Worum geht’s eigentlich: sie waren keine Eintagsfliegen, sie stagnieren nicht in ihrem Schaffen, im Gegenteil: sie haben sich erfolgreich entfaltet. Nun ist Schoolboy Q nach Jahren wieder in Berlin. Sein letztes Konzert war, bis auf n paar Sound-Patzer, schon ziemlich stark. Ich bin also gespannt, wie er sich in Sachen Liveperformances entwickelt hat. Voller Zuversicht und Vorfreude sage ich einfach schonmal: YEAH!!!

 27.11., Schoolboy Q, Astra, 20Uhr

Alle nötigen Infos zu Konzert, Tickets usw findet ihr hier und bei FB

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.