Robot Koch Live A/V @ Gretchen

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Robot Koch ist wieder einmal einer dieser Künstler, über den man erst Nichts wußte, dann erste Tracks hörte, vom harmonischen Sound hingerissen und in eine angenehm weiche, warme Klangdecke gehüllt wurde und ihn nun nicht mehr missen möchte.

Nun erwähnte ich bereits diverse Male, dass ich nicht Nerd genug bin, um mir gleich eine Bio des jeweiligen Künstlers reinzufahren. Das passiert dann erst, wenn man sie direkt kredenzt kriegt. Da hat man dann Schwarz auf Weiß, wo der preisgekrönte Komponist schon überall seine Finger mit im Spiel hatte. Das will ich euch nicht vorenthalten. In diesem Sinne:

sein einzigartiger Sound organisch-elektronischer Musik wurde einst von John Peel als „wonderful and strange – pop music from the future“ umschrieben. Er hat mehrere Alben und EPs bei den Labels Bpitch Control, Project Mooncircle und Monkeytown veröffentlicht. Neben seinem Schaffen als Solokünstler und Produzent der Berliner Kult-Band Jahcoozi ist Robot Koch auch als Komponist für andere Künstler tätig. Er hat beispielsweise den Hit „Verstrahlt“ von Marteria produziert und ist an der aktuellen Platte von Tensnake beteiligt. Seine Kompositionen wurden bereits in zahlreichen TV Formaten und Filmen verwendet, wie zum Beispiel in NBC’s „The Blacklist“ oder Fox’s „Rake“. Hinzu kommen zahlreiche Remixe unter anderem für Norah Jones, Bassnectar und sogar Max Richters Vivaldi Vier Jahreszeiten für die Deutsche Grammophon.

2014 gewann er im Rahmen des Deutschen Musikautorenpeises die Auszeichnung als „Bester Komponist Elektro“. Seit 2015 ist er auf Monkeytown zu Hause, also dem Label von Modeselektor, auf dem u.a. auch Moderat veröffentlichen. Vier Jahre nach „Heat“ erschien im November 2015 sein aktuelles Album „Hypermoment“, ein von Comic-Legende Alan Moore geprägter Begriff, der auf der Theorie beruht, dass alles gleichzeitig geschieht und nicht die Zeit die eigentliche vierte Dimension ist, sondern im Grunde nur deren ganz persönliche Wahrnehmung. Ließ die Vorab-Single „Circles“ noch denken, dass die mit „Tsuki“ begonnene Linie weitergeführt wird, hat er sich stilistisch merklich entwickelt. Bei den Tracks „Care“, „Serenade“ und „Fernwood“ kann man Robot Koch auch mal gesanglich erleben. Das Gesamtkonstrukt gleitet melodisch, nachdenklich und elektronisch dahin, aber immer mal wieder blitzt durch, dass Robot Koch das Piano für sich entdeckt zu haben scheint. „Hypermoment“ ist voller Songs, die alle für sich schon kleine Perlen sind und von Robot Koch zu einem großartig narrativen Album aufgereiht werden.

Nun gibt es Robot Koch nochmal Live in Berlin. Das dieser Abend im Gretchen begangen wird, versteht sich da ja schon fast von Selbst!

13.8., Robot Koch, Gretchen, 23.30 Uhr

Details zum Abend findet ihr hier und hier

Musik der musikalischen Protagonisten des Abends hier:

https://soundcloud.com/robot-koch

https://soundcloud.com/KidFiction

(YB)

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