MHD @ Astra

MHD hat mir der Erschaffung eines neuen Genres nicht nur sich selbst den Weg zum Erfolg geebnet: man möge mich korrigieren, aber dieses ganze Bonez MC/RAF Camora-Zeug scheint mir doch sehr an das musikalische Schaffen MHD´s angelehnt zu sein. Der Verdacht wird nur erhärtet durch die Info, dass „ohne mein Team“ wohl ursprünglich eine Collabo mit ihm werden sollte. Das ist auch alles kein Problem. Sie sind bei weitem(!) nicht die Einzigen, die sich von dem neuen Sound beeinflussen ließen- der ist nämlich derzeit eher omnipräsent. Just Sayin´. So Ricola-mäßig: wer hats erfunden?! Spulen wir mal kurz zurück…

Der französische Rapper Mohamed Sylla, dessen Eltern aus dem Senegal und Guinea stammen, hat einen Nerv getroffen, als er 2015/2016 nicht weniger schaffte als mit AfroTrap, selbsterklärend eine Mischung aus AfroBeats und Trap, ein neues Genre zu begründen, ein Doppelplatinalbum zu veröffentlichen, mit drei Tracks gleichzeitig in den französischen Clubcharts zu sein, rund eine halbe Milliarde Aufrufe auf Youtube nachzuweisen, mit einem Star auf Tour zu gehen und selbst immer größere Hallen auszuverkaufen. Zusammengefasst: er arbeitete als Pizzabote, nahm ein Video auf, lud es auf Youtube hoch und war ein paar Tage später ein Star.

Seitdem ist etwas Zeit vergangen, dennoch hat sich seit dem mit dem Handy gedrehten Selfmade-Video zu „Afro Trap Part 1“ nicht allzuviel: 2016 erschien sein Debut „MHD“. Auch die Themen auf dem Nachfolge-Album „19“ stammen aus seinem 19. Arrondissement von Paris und unterscheiden sich von den ewiggleichen und unendlich langweilige Gangster-Geschichten.Stattdessen gibt es immer noch Politik, Fußball, Feiern und ganz alltägliche Geschichten. Auf der Platte featuret der französische Superstar unter anderem Größen wie Salif Keita, Stefflon Don, Wizkid und etliche andere.
Was sich jedoch durch seine Bekanntheit verändert hat, ist die Größenordnung: 2017 passte er noch ins Astra, nachdem er in diesem Sommer bei Riesenfestivals in ganz Europa sowie beim Coachella Festival begeistert hat, wird MHD 2019 im Zuge seiner Welttournee in die Verti Music Hall einkehren. Das nennt man dann wohl ein Upgrade in Rekordzeit!

Unabhängig von seiner Studioarbeit sind seine Live-Auftritte ein Highlight für sich: ein MHD-Publikum ist eine bunte Mischung, die Stimmung auf den Konzerten ist entspannt, es wird viel getanzt anstatt nur mit dem Kopf zu nicken! Also zieht euch bequeme Schuhe an!

1.2., MHD, Verti Music Hall, Einlass 18.30Uhr Beginn 20Uhr

Alle Infos und Tickets findet ihr hier und da

(YB)

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