12.11.2019 Sudan Archives

Selfmade, Selfmader, the Selfmadest, Sudan Archives…so die korrekte Steigerung des Wortes! Immerhin komponiert und produziert die gerade mal 24-jährige aus Cincinnati all ihre Werke komplett selbst. Auch die Instrumente spielt sie, natürlich, selbst ein!

Die in L.A. ansässige Sängerin und Geigerin besticht durch ihr, ebenfalls selbst beigebrachtes, absolut unorthodoxes Geigenspiel. Wer also Vanessa Mae mag…soll zu Vanessa Mae gehen! Die Nummer hier hat so garnichts damit zu tun! Das mag auch an ihrem Einfluss liegen: neben R&B, Hip-Hop und experimenteller elektronischer Musik liegen diese besonders in der Spielweise der Fiddler aus dem Sudan. „Dort spielt man sie ganz anders als zum Beispiel in der klassischen Musik. Mich sprach dieser Style sehr viel mehr an, und ich sagte mir: ‘Vielleicht kann ich das sogar mit elektronischer Musik kombinieren’“.

Gesagt, getan! Der entstandene Hybrid der miest 2-3 minütigen Stücke erinnert mich an die Ergüsse à la FKA Twiggs oder Flying Lotus. „Ja, ich brachte meine Geige mit Beats zusammen und es war auch gar nicht so schwer: Ich habe dazu einfach den Gesang direkt mit dem iPad aufgenommen.“

Dann kam das Schicksal ins Spiel: nachdem sie mit 19 nach Los Angeles zog, um dort Musiktechnologie zu studieren, begegnete sie LowEndTheory-Party zufällig dem Stones Throw-A&R und Besitzer von Leaving Records, Matthew David, und unterzeichnete schließlich bei Stones Throw. Obwohl Sudan Archives noch ganz am Anfang ihrer Karriere steht, erntete sie bereits Lob von großen Medien wie der New York Times Pitchfork, Musikexpress etc. und trat u.a. beim Moogfest und beim Coachella auf. Zieht sie euch rein, solange sie noch frisch ist!

12.11., Sudan Archives, Säälchen, Einlass 19Uhr, Beginn 20Uhr

Alle Infos und Tickets findet ihr hier und da

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.