Landstreicher pres.: Haiyti – Submariner Tour (13.,14.,15.9.)

Die Zeiten von Robbery sind längst Geschichte, Haiyti selbst ist aber weiterhin umtriebig wie eh und je. Das beweist sie erneut eindrucksvoll indem sie in Berlin 3 Shows an 3 aufeinanderfolgenden Tagen in 3 verschiedenen Clubs spielt…. Die Braut hat doch Tash in der Täsch!

Haiyti hat das geschafft, was Schwesta Ewa nur mit ihrem harte-Kiezbraut-und-ExNutte-Image geschafft hat: ernst genommen werden. Also musikalisch. Als eine der wenigen Frauen und mit starker Durchschlagskraft ist sie eine der wichtigsten, mittlerweile nicht mehr ganz neuen Stimmen im deutschen Hip-Hop. Wobei man hier präzisieren sollte: im Trap-Kosmos.

Keiner klingt so dringlich, keiner hat mehr Underground-Hymnen, keiner eine so distinkte Ästhetik wie die Rapperin aus Hamburg. Spätestens seit ihrem unverschämt hittigen Mixtape „City Tarif“ und der schmerzhaft düsteren „Toxic“-EP hat die gesamte Szene Schnappatmung. Das #1-Branchenblatt JUICE packte sie aufs Cover. Haftbefehl und LGoony fragten nach Features. Unvergessen auch die Tour mit Trettman. Die ZEIT erkannte in ihr „Falco, der klingt wie Nina Hagen“ und befand knapp: „Eine Pop-Revolution bahnt sich an.“. Das HipHop mittlerweile Pop ist, mag man zwar traurig finden, aber Statistik ist nunmal Statistik. Selbst Rainald Grebe stellt das in seiner Show fest. All das ist allerdings schon ein Weilchen her. Durch einen Soundwechsel,  der psychedelisch schriller daherkommt als Lady Gagas Image , dürfte sie wohl den ein oder anderen Fan verschreckt haben. Haiyti wär aber nicht Haiyti,wenn sie darauf nich einen dicken Haufen scheißen würde!

Ihren Outlaw-Status untermauert sie, indem sie ihr Album „Perroquet“ nennt. Klingt St.Tropez-mäßig Xtravagant, ist es auch: der Cocktail bestehend aus Anis-Schnaps, Minz-Sirup und Wasser kennt nicht nur kaum jemand, der ist auch etwas für Kenner…so wie Haiyti und ihre Mucke!

Mit ihrer Submariner-Tour macht sie wieder mal eindrucksvoll klar: sie kommt aus dem Club nicht raus!

Haiyti, 13.9., AboutBlank, 14.9., Huboldthain Club, 15.9. Burg Schnabel

Alle nötigen Infos  & Tickets findet ihr hier und da und dort

(YB)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.