Gonjasufi Live @ Gretchen //Daedelus AfterShowParty

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Was haben ein Yogalehrer, ein Schauspieler, ein DJ, ein Sufist und ein Produzent gemeinsam? Sie sind alle Gonjasufi. Um genau zu sein, ist seine Namensgebung auf einen dieser Attibute zurückzuführen. Ihr dürft mal raten, auf welchen….

Das Multi-Talent hatte scheinbar entweder nie den Plan, als Musiker ernsthafte Karriere zu machen oder wollte die Ausbildung zum Yogi lediglich als Plan B in der Hinterhand haben. Wie dem auch sei: mit seinem experimentellen Sound und vor allem seiner Stimme, die wie er sagt maßgeblich duch das Yoga beeinflusst wurde, erntet er Anerkennung bei illustren Protagonisten der experimentellen BeatBastler-Szene wie Flying Lotus, J Dilla und The Gaslamp Killer. Diese ließen es sich auch nich nehmen ihren kaum überhörbaren Beitrag zu seinem Erstlings-Werk „A Sufi and a Killer“ beizusteuern.

Inwieweit seine Weltanschauung durch seine meditativen Tätigkeiten beeinflusst wurde bleibt zwar offen, klar ist jedoch: er lebt sie. Vom Zurückziehen in die Mojave-Wüste bis hin zum wohnen in einem Trailer auf dem Walmart-Parkplatz. Dennoch wird er nicht zum Eremiten. Für seine weiteren Alben, wie die Remix-Version seines Debuts „The Caliphs Tea Party“ kamen die Bearbeitungen von Bibio, Dam Mantle, Jeremiah Jae, MRR, Shlomo, Hezus und Mark Pritchard. 2 Jahre nach seinem Debut erschien dann „Mu.zz.le“. Thematisch den aktuellen Problematiken der modernen Gesellschaft zugewandt, klingen die zehn rohen Songfragmente soundtechnisch wie das Bristol der 90er, der unverkennbare Bezug zum Trip Hop dominiert dieses dunkle Werk.

Auch sein neuestes Album „Callus“ ein zutiefst persönliches und intimes Album, bei dem die zerrissene Essenz trotz klanglicher Hürden und Härten erfahrbar bleibt: „Hier in den USA sind wir mitten in einer politischen Katastrophe”, stellt Gonjasufi klar. „Viele fühlen sich hoffnungslos, während rassistische und religiöse Spannungen immer stärker werden. Wir müssen dem Hass ein Ende setzen.”

Word!

Nach dem Konzert von Gonjasufi im Gretchen zu bleiben, lohnt sich diesmal übrigens besonders. Es gibt eine Aftershow-Party mit Daedelus. 2002 feierte er bereits sein Debut, seitdem schmeißt er minimum im järhlichen Turnus eine Platte in den Orbit, die Fans freut es, ihr dürft euch heut Live an ihm laben. Aktuell ist er verantwortlich für die fünfte Ausgabe der „Baker’s Dozen“, der von Fat Beats gestarteten Beat-Tape-Reihe, die jedes Mal einen ausgewählten Produzenten und seinen Signature-Sound vorstellt. „Of course that’s my intention here. A collection of beat inventions from my now about 16 years of plumbing into crates, purchasing pawnshop drum machines, and even crafting noise makers of my own.“

22.4., Gonjasufi, Gretchen, 19.30Uhr

Infos und Tickets findet ihr hier und da

(YB)

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