Colours of Bass: Schlachthofbronx

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Ich könnt euch schon wieder erzählen, wie hart ich das Gretchen für sein Booking und sowieso für die Location feiere. Weiter könnte ich euch erzählen, wie hart ich Schlachthofbronx feiere und das ihr letzter Auftritt im Gretchen zu heißen Sohlen auf dem Parkett führte. Auch bei meinem eher den elektronischen Klängen abgeneigten Geleit. Aber die machen ja auch kein Elektro, sie machen Munich Bass!

Da es mir aber fern liegt, euch noch mehr zu langweilen, als ohnehin schon, überlasse ich diese Rolle diesmal dem Gretchen selbst. Abgesehen davon sind Schlachthofbronx auch nich der Einzige Act des Abends namens Colours of Bass, aber der Einzige, über den ich etwas gescheites sagen könnte. Hier also die offizielle Gretchen-Ankündigung:

„SCHLACHTHOFBRONX: Anarchische Musikwilderei.
Mit COLOURS OF BASS rufen wir eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben, die sich – wer wäre nicht drauf gekommen – mit den verschiedenen Facetten der Bass-Musik beschäftigt. Und dafür haben wir gleich ein grandioses Line Up zum Auftakt!
Bene ist Subbass-Commandante Graf Stierenfroed, Jakob ist DJ King Augenring – zusammen bilden die beiden Münchner Musiker die Schlachthofbronx und mischen Klänge ihrer Heimat mit Elektro und traditioneller Musik aus aller Welt. Falls das befremdlich klingen sollte, merkt euch einfach „Munich Bass“ und den gibt’s heute bei uns. Nach mehreren Veröffentlichungen für Labels wie Disko B, Mad Decent, Monkeytown, Mixpak und Man Recordings haben sie im letzten Jahr mit „Rave And Romance“ ihr drittes und wohl vielseitigstes Album auf den Markt geschmissen. Ursprünglich noch zu dritt, wird das Projekt im Januar 2008 im Münchner Schlachthofviertel gegründet. Im Jahre 2009 feiern sie mit ihrem ersten Album „Schlachthofbronx“ auf dem Münchner Plattenlabel Disko B ein kosmopolitisches Volksfest. Auf dieser amtlichen Version ihres Munich Bass lauert ein dreckiges Hybrid aus afrikanischem Kuduro, südamerikanischem Cumbia, karibischem Soca/Dancehall, brasilianischem Baile Funk, kapverdischem Funana, amerikanischem Booty Bass, Balkan-Gebläse, Tieffrequenz-Bässen und Bayernschranz. Diese wilde und anarchische Musikwilderei hört sich an wie ein hyperaktives, betrunkenes Nashorn im Autoscooter: vor allem druckvoll. Das ist funktionale Clubmusik ohne kulturelle Grenzen oder Genre-Scheuklappen. Die globale Tanzmusik stiftet Verwirrung und sorgt für Aufsehen – aber fährt in alle Glieder. So folgt eine Tour durch Europa und Südafrika und 2010 weltweite Auftritte in Russland, Mexiko, Kanada, USA (SXSW-Festival in Austin) und auf diversen Festivals in Europa wie z.B. Sónar, Lowlands, Roskilde, Eurokennes, Frequency, Dour oder Melt. 2011 erscheinen mit „Nasty Bass“ und „Chambacu Remix“ zwei EPs beim renommierten Mad Decent-Label von Diplo und 2012 das zweite Album „Dirty Dancing“, wiederum auf Disko B. Dieser eklektische Stilmix begeistert noch vielseitiger als der Vorgänger mit Einflüssen aus Ghetto Tech, Juke, UK Bass, Cumbia, Dancehall/Reggae und so weiter. Nach ausgiebiger Produktionsarbeit mit M.I.A und Snoop Dogg in den letzten Jahren präsentieren die beiden Wahlmünchner Ende Mai 2014 ihre 10-Track-Bombe „Rave And Romance“ mit Gastauftritten von Nicky Da B, Warrior Queen, Bonde Do Role und Candelilla. Dass der Sound ebenso gut auf Ibiza wie auf BBC funktioniert, haben wir schon mitbekommen und genießen ihn deshalb heute auch bei uns. Dazu gibt’s mit Elijah den Mann hinter Butterz, dem Londoner Label, Clubnacht und Kollektiv, der im Alleingang Grime vor dem Aus, der Kommerzialisierung und der Kooperationen mit James Corden bewahrt hat. Elijah hat diese Piratensender-Mentalität, in der es keine Grenzen gibt und wird in seinem Set keine Wünsche offen lassen.
Und außerdem dabei ist Omulu aus Rio de Janeiro, der ein wunderbares Afro-Brasil-Bass-Set beisteuern wird. Berlin wird von unserem Resident Delfonic vertreten, der wieder einmal beweisen wird, wie vielseitig Musik und vor allem auch Bass-Musik sein kann.“

Bock?! Na dann, Tanzschuhe an, ab hin da…und zwar schon morgen!

1.8., Clolours of Bass feat. Schlachthofbronx, Gretchen, 23.30 Uhr

(YB)

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