Buraka Som Sistema

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Eine leere Bühne, schweigendes Publikum im Saal. Ich trete an das Pult im Scheinwerferlicht und spreche: „Buraka Som Sistema sind besser als Major Lazer!“. Ein Raunen klingt durch den Saal. Gelassen lasse ich diese gezielte Provokation eine Weile im Raum nachzittern…damit haben sie nicht gerechnet!

Das ist natürlich nur Spaß. Wobei wir uns natürlich auch bewußt sein müssen, dass in jedem Spaß ein wenig Spaß steckt. höhöhö. Auf jeden Fall feiern das 5-köpfige Soundsystem derzeit ihre 10-jähriges Jubiläum…das haben Major Lazer erst in 2 Jahren…

Fakt ist zunächst Folgendes: Wenn man Freude an Afrobeats hat, war es bis vor einigen Jahren noch ziemlich schwer in Berlin eine Party zu finden, zu der man auch gerne ein zweites Mal gegangen wäre. Zu meiner Freude gibt es hier nun aber immer mehr Möglichkeiten dies zu tun. In Lissabon wiederum scheinen angolanische Kuduro-Sounds schon seit den 90er Jahren fester Bestandteil der Clubszene zu sein. Aus Portugal stammend, haben sich die Mitglieder von Buraka Som Sistema genau an dieser Musikrichtung bedient, noch ein paar elektronische Beats runtergepackt und ihren eigenen Sound kreiert. Die Kreation dieses Sounds scheint seine zeit zu brauchen: seit ihrer Gründung 2006 haben sie „nur“ 3 Alben released: Black Diamond(2008), Komba(2011), Buraka(2014). Gut Ding will offensichtlich Weile haben. Diese Einstellung beizubehalten wiederum äußerst Löblich! Abgesehen davon verbringen die 5 ihre Zeit evtl auch einfach lieber auf der Bühne, als im Studio…Aus dieser Bühne-Erfahrung wird wohl auch ihr Ruf als hervorragende Live-band gekeimt sein.

Der Bandname setzt sich aus dem Namen ihres Ursprungs-Viertels und Soundsystem zusammen. Also wesentlich einfacher und naheliegender, als es zunächst klingt. Außerhalb des Afrobeat-Mikrokosmos kam man evtl durch das ein oder andere Konsolenspiel mit dem Kollektiv in Kontakt: u.a. Fifa 10 hat sich deren Sound zueigen gemacht (Track:“Kalemba“). Manche sagen, dass sie den angolanischen Sound an europäische Hörer angepasst, oder ihn etwas zeitgemäßer gemacht hätten. Was auch immer ihr Plan war, sie haben uns Musik beschert zu der man sich vorzüglich bewegen kann! Auch gerne das Gesäß, nicht Umsonst heißt „Kuduro“ übersetzt soviel wie „harter Arsch“! Dank Blaya kann man auf der Bühne dann auch sehen, wie ein Profi das macht. Blaya, die zu Beginn noch als Tänzerin Teil der Gruppe war, singt mittlerweile ganze Konzerte lang durch und sorgt für genug Unterhaltung, dass auch Tanzfaule wenigstens was zum Gucken haben…wobei Tanzfaule an sich a) Nichts aus einem Buraka Som Sistema Auftritt zu suchen haben und b) vor Ort kaum befähigt sein werden, ihre Tanzfaule Existenz aufrecht zu erhalten!…der Sound geht einem einfach durch Arsch und Bein…da kann man nüscht machen!

27.2., Buraka Som Sistema, Yaam

Alle Infos und Tickets zum Event findet ihr direkt bei Melt!Booking, Facebook oder beim Yaam

(YB)

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