B.Dolan

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Es gibt Leute, die sich, nachdem sie einen neuen Künstler gefunden haben, sofort die komplette Biografie zu Gemüte führen, gar auswendig lernen…mich hälts da mehr an der Musik. So auch, nachdem ich B.Dolan erstmals als Vorband des letztjährigen Atmosphere-Konzertes erlebte. Problematisch wird das halt nur, wenn man etwas über hin schreiben möchte. Ich versuchs trotzdem und ziehe für die biografischen Fakten the almighty Internet zurate:

Ein Fakt, den ich nicht aus den Internet suchen muss: Der Typ war stark, hatte ein energetische Bühnenpräsenz und einen eindringlichen Sound, hin zum aggressiven. Für die Live-Bühne gibt es durchaus sehr viel schlimmeres. Er bewies aber auch damals schon Humor und bei der weiteren Auseinandersetzung sollte sich das durch Tracks wie „Vin Diesel“ auch bestätigen. Im Großen und Ganzen sind seine Texte jedoch eher düster, weil gesellschaftskritisch, daher wohl auch die in-dein-Gesicht-Attitüde. Soviel zu den musikalischen Fakten, nun zu den Internet-Biografie-Fakten:

Der 34-jährige B.Dolan ist aus Rhode Island und trat erstmalig in einem Poetry Cafe in NY auf. Bereits 2002 erntete er dafür massive Anerkennung, auch in Form von Siegen, kehrte daraufhin aber auch gleich der Sache den Rücken. Laut eigener Aussage ging es ihm um den Erwerb gewisser Grundfähigkeiten für die Bühne, er hatte aber nicht vor „irgendein Arschloch zu werden, dass 10 Jahre in Folge den Poetry Slam gewinnt.“.

Auch die große Musikindustrie lehnte er ab, was ihn zu dem drastischen Schritt bewog, das College abzubrechen und sich an die Aufnahme für sein erstes Album „The Failure“ zu machen, während er quasi Obdachlos war. Nach dem Anschlag am 11.September entschied er sich, zurück nach Rhode Island zu gehen und neben mehreren konsumkritischen Projekten tat er sich mit Sage Francis zusammen. Rein Gesinnungstechnisch sind die beiden sich auf musikalischer Ebene recht ähnlich, kein wunder also, dass er auch bei dessen Label Strange Francis neben Leuten wie Aesop Rock gesigned ist und dort 2008 sein erstes Album veröffentlichte.

Mittlerweile folgten diverse Mixtapes und 2 weitere Alben: „Fallen House, Sunken City“(2010) brachte ihm  eine solide Fanbasis ein, dieses Jahr erschien das selbstproduzierte Werk „Kill the Wolf“!

Den Aufrührer in sich hat er bei jeder Show immer noch im Gepäck. Es bleibt also spannend, ob er das eine oder andere Ass im Ärmel bereit hält. In jedem Fall findet die Show im Privatclub statt. Im intimen Rahmen entsteht immer so ein Gemeinschaftsgefühl. So lässt sich der Wolf sicher einfacher killen! Mit im Gepäck ist noch Buddy Peace. Über den weiß ich so garnichts. Eine Überraschung ist also garantiert!

6.10., B.Dolan, Privatclub, 21 Uhr

Tickets und Infos findet ihr hier, da und dort

 

(YB)

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