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Epiphanie der Venus

„Die anderen Männer beobachten ihn. Sie harren auf sein Versagen bei der hübschen Frau. Er spürt ihre Blicke wie Pfeile in den Knien, wer sich jetzt nicht aufplustert, hat die Evolution nicht verstanden! Also plustert er sich auf und will sie mit irgendwas beeindrucken, was sie nicht mal akustisch versteht. Dafür müsste sie sich zu ihm vorbeugen.“ Auch die Autorin Sophie von Maltzahn zählte zu den Gästen der legendären Berliner Bar.

Castingallee

„Das Buch ist ein Blick auf eine glänzende Oberfläche der Stadt, die es so nicht mehr gibt“, schrieb das Berliner TiP über diesen Fotoband des in Berlin lebenden Fotografen Matthias David. Um etwas tiefer einsteigen zu können, hier das Nachwort von Niels Ruf, mit dem zusammen Matthias den Podcast „Sodom und Corona“ hostet.

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Dicht an dicht

„Der immer gut­gelaunte Sunnyboy, bei dem keiner weiß war er eigentlich macht. Vielleicht Model. Oder Muse. Praktikantin bei einer Agentur oder Azubi bei einer Firma für Production Design. Hier sind sie in all ihren Variationen präsent. Die up­coming und die etablierte Prominenz, die Kaputten und die Unkaputtbaren, die Blender und jene, die leuchten.“

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Trinity (finally) pres.: IAMDDB

Finally! Exakt ein Jahr mussten wir uns gedulden, zweimal wurde die Location geändert, nun ist es endlich soweit:  IAMDDB wird uns mit ihrer Anwesenheit und ihrem sogenannten „Urban Jazz“ beehren!

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Zutatenliste: Klezmer, Hip-Hop und Trap

Der Unterschied liegt ja oft im Detail. Und so ist es auch hier: MishMosh. Nicht MischMasch, wie die Brause von Fritz-Kola. Nicht Mish-Masch, wie das bulgarische Gericht. MishMosh!

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King Size III.

„Ihr langes Bein ist in die Luft gestreckt. Sie trägt Netzstrümpfe und eine Art Bikini. Die Schuhe sind aus Lack, die Fingernägel sichtbar künstlich und die Haare so blond, dass sie durch die dicken Rauchschwaden glitzern. Sie sind sehr lang. Ihr Bein ist über die Schulter eines Mannes gestreckt, er umarmt ihren Po und guckt sie bewundernd an. Ich kenne ihn, er wollte mich mal heiraten.“ Auch Julia Schramm war Gast im legendären King Size. In ihrem 2017 erschienen Text „King Size III.“ erzählt sie davon.

Stein und Kugel. Ein Text von Tymon Bugla

Es gibt Leute, die sich für Steine interessieren. Ich habe mal mit einem Geologen ein paar Gläschen Wodka getrunken. Ich tippe in die Suchmaschine alle Einzelheiten ein, die mir an dem Stein auffallen und da steht es: Kalkstein. Und mit ein wenig Gewische finde ich meinen. Es ist ein im Jura entstandener Kalkstein. Ich tippe Jura-Kalkstein in die Suchmaschine.

Das trunkene Schiff

In Vermissung des Nachtlebens und einer gerade stattfindenden Wiederannäherung an das selbige, veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig Texte aus der 2017 erschienenen und so gut wie vergriffenen Veröffentlichung „Nutzloses Gesindel – Geschichten aus dem King Size“. Den Auftakt macht Philosoph und Katastrophenforscher Udo Tietz mit seinem Text vom trunkenen Schiff. Must read!

Caro Katz

WENN ICH UNS. EIN TEXT VON CARO KATZ

Wenn ich uns ordnen will, dann schlage ich die Metallschnalle mit den Fingern links zurück und öffne deinen Schrank. Darin ordne ich alles, was hervorquillt wie ein aufgehender Teig. Ich will meine Hände drin versenken, möchte kneten und reißen, möchte SPÜREN. Die Gegenseite und durch sie, mich. Du bist das Gefühl, das mir deine Sachen geben.

Michelle-Francine Ulz
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I ONCE FUCKED THEM ALL: ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN. VON MICHELLE-FRANCINE ULZ & JULIA KNAß

Ich bin 18, du bist ein Staubkorn. Ich habe seit drei Tagen nicht geduscht, meine Haare sind vom Sand verklebt, ich trinke jeden Tag eine halbe Flasche Wodka und Bier, wir schlafen in Zelten und ich halluziniere zwischen Konzerten auf meiner Isomatte, dass neben mir eine Orgie stattfindet. Dich treffe ich bei irgendeinem Konzert am letzten Tag, ich weiß nur, wir ficken im Zelt von einer fremden Person und dann hinter irgendeinem Gebäude, ich weiß auch das nicht mehr wirklich, nur dass du mir deine Nummer gegeben hast, die ich nie gewählt hätte.

SEX & PERSPEKTIVE. TEIL EINS. VON SARAH BERGER

Gleich ruft sie: „Kommst du!“ Am Fuß der Treppe haben sich unter den fünfzehn Paar Schuhe kleine braune Pfützen gebildet. Keine von uns hat mit Schnee gerechnet. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann es das letzte Mal geschneit hat. Es muss schon einige Jahre her sein, wir waren überrascht und die Schuhe nass. Das Schmelzwasser unter den Solen verteilt sich langsam auf den Kacheln. Es ist grundsätzlich schwer, Flüssigkeiten zu trennen. Mit dem Mund geht es, wenn ich einfach die Lippen schließe. Ich bleibe verschlossen

EIN GESPENSTERBRIEF. EIN TEXT VON JESS TARTAS

Mein liebes Gespenst,
wie geht es dir im Dazwischen? Seitdem es losgegangen ist, du weißt schon, diese Sache seit Januar, März, fühle ich mich dir so nah wie nie. Meine Tage sind Hüllen, in denen ich erwache und zurechtfinden muss; ich stelle mir mein tägliches Erwachen wie frische Gespensterkleidung vor. Ein Laken, das mir jeden Morgen von einem unsichtbaren Wesen übergeworfen wird und in dem ich mich fortan befinde.

Perpetuum mobile. Ein Text von Alexander Graeff

Früher beklagte ich mich immer über meine Fernbeziehung. Ich schrieb herzerweichende Briefe voller Sehnsucht und Was-wäre-wenn-Spekulationen – einmal sogar eine Erzählung, der ich den Tiel Leer gab. Genauso fühlte ich mich nach unserer Begegnung dann oft, leer. Unsere Berufe ließen nicht zu, jedes Wochenende einander besuchen zu können. Mehr noch: der verdammte Beruf war auch der Grund, weshalb er weggezogen war.